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Tansania

Wo und wie werden deine Ananas angebaut?


Rund 300 Kleinbauernfamilien in Tansania bauen unsere Ananas als Mischkultur zusammen mit Bohnen, Kochbananen, Kaffee und Maniok auf kleinen Feldern an, die auf ihren eigenen Grundstücken liegen. Die Früchte ernten sie selbst. Im Anschluss werden die Ananas vor Ort per Hand geschält und geschnitten. Unser Lieferant Kipepeo hat sich bei der Verarbeitung bewusst gegen Maschinen entschieden, da so mehr Menschen am Herstellungsprozess teilhaben können.

Anschließend werden die Fruchtstücke in einem schonenden Verfahren maschinell bei höchstens 41°C getrocknet. Damit entsprechen sie dem Rohkost-Standard. Die Maschinen werden fast ausschließlich mit Solarenergie und Wasserkraft betrieben. Weil wir maximale Wertschöpfung im Anbauland ermöglichen wollen, gehen die getrockneten Ananas erst jetzt auf den Weg zu uns.

Was bedeutet Fairtrade für die Menschen in Tansania?

Tansania ist ein vielseitiges Land, das vor vielseitigen Herausforderungen steht: Die Kindersterblichkeit ist hoch, die Lebenserwartung niedrig, weder asphaltierte Straßen noch eine stabile Energieversorgung sind flächendeckend vorhanden. Die meisten Menschen versorgen sich in Subsistenzwirtschaft selbst. Die Landwirtschaft kommt zwar ohne Düngemittel und Pestizide aus, für eine zertifizierte Bio-Landwirtschaft fehlt jedoch häufig das Know-How. 1997 begann das Projekt CHEMA (Community Habitat Environmental Management) damit, tansanische Bäuer*innen in der Bio-Landwirtschaft auszubilden. In den ersten vier Jahren absolvierten rund 1000 Teilnehmende das Programm.
Was fehlte, war eine konstante Abnahme der Ware. Das deutsche Handelsunternehmen Kipepeo sah den Bedarf und kaufte zunächst Ananas ab. Um stabile Preise zu gewährleisten, organisierte Kipepeo die Bio- und Fairtrade-Zertifizierung. Dies ermöglichte einen Fairtrade-Vertragsanbau und garantierte damit überdurchschnittliche Abnahmepreise. Daneben baute Kipepeo eine Produktion auf, in der die Ananas bis heute verarbeitet werden, und übernimmt den Abtransport der Früchte. Heute produzieren die Familien rund 15 Tonnen getrocknete Ananas pro Jahr für Kipepeo.
Die Vorteile für die Farmer*innen auf einen Blick:

  • Abnahmegarantie der Ware
  • Schulung und Weiterbildung durch CHEMA
  • Höhere Ernten und weniger Hungerperioden
  • Finanzielle Sicherheit durch hohe Prämien
  • Maximale Wertschöpfung im Anbauland

Was bedeutet Fairtrade auf dem Ananas-Markt?


Trotz des geeigneten Klimas spielt Tansania als Anbauland auf dem globalen Ananas-Markt kaum eine Rolle. Zu Beginn des 20. Jhd. war Hawaii die führende Exporteurin für Ananas, die damals vor allem in Dosen landeten. Den ersten Marketingkampagnen aus dieser Zeit verdanken Toast und Pizza Hawaii im deutschen Sprachraum noch heute ihren Namen. Heute zählen Costa Rica, die Philippinen und Brasilien zu den weltweit größten Exporteuren.

In diesen Ländern verdrängen Großkonzerne mit ihren Monokulturen zunehmend die kleinbäuerliche Landwirtschaft, sodass kaum Wertschöpfung bei den Farmer*innen bleibt. Darunter leiden nicht nur die Biodiversität und die Wasserversorgung. Vor allem aus Costa Rica wurden immer wieder Fälle von schlechten Arbeitsbedingungen und hohem Pestizideinsatz publik – inklusive der Folgen für die Menschen vor Ort, wie Wasserverschmutzung und Gesundheitsprobleme. Um solche Entwicklungen zu vermeiden, ist Fairtrade auf dem Ananas-Markt wichtig.

Botanische Hintergründe der Ananas


Die stachelige Frucht verdankt ihren Namen dem Begriff “Nana”, der aus der im subtropischen Südamerika beheimateten Guarani-Sprache stammt und Frucht bedeutet. Christopher Kolumbus hat die Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt, im 15. Jahrhundert nach Europa gebracht. Angebaut wird sie bis heute jedoch nur in tropischen Gebieten. Die Haupterntezeiten sind im Sommer und Winter, wenn sich das grünliche Fruchtfleisch gelb färbt und an Süße gewinnt. Ausbilden und ernten lassen sich Ananas-Früchte aber über das gesamte Jahr hinweg.

Das essbare Fruchtfleisch der Pflanze ist ein sogenannter Beerenfruchtverband. Das heißt: Aus den rund 100 Blüten entstehen Beerenfrüchte, die sich dann zu einer Sammelfrucht vereinen – der Ananasfrucht, wie wir sie kennen. Die Vermehrung erfolgt über Setzlinge aus der Ananaspflanze selbst, die innerhalb eines Jahres zu einer rund 50 cm hohen Pflanze gedeihen. Diese kann bis zu drei Mal in Folge geerntet werden.

Mehr Spannendes rund um die Ananas


Die Ananas sieht nicht nur gekrönt aus, sie etablierte sich im 17. Jahrhundert auch als ein aristokratisches Statussymbol: Wer etwas auf sich hielt, züchtete sich im beheizten Gewächshaus seine eigenen Ananas. Ein Luxus, der einer Ananas damals den stolzen Preis einer Kutsche verlieh. Dieser Wert könnte der Grund dafür sein, dass die reifen Früchte schließlich selten gegessen wurden, sondern bis zu ihrem Verderben als Deko-Objekt zur Schau gestellt wurden. Das Ende der europäischen Ananaszucht läutete die Dampfschifffahrt ein, da die Schiffe die Frucht nun schnell genug nach Europa transportieren konnte, bevor sie verdarb.

Doch die Ananas kann mehr als gut aussehen. So wird aus den Fasern ihrer Blätter auf den Philippinen heute Stoff gemacht. Zudem sind Ananas für ein süßes Statussymbol überraschend gesund:  Sie enthalten einen hohen Anteil des Enzyms Bromelain, das die Verdauung und Durchblutung anregt, entwässert und entzündungshemmend wirkt.

Unser Produkt aus Tansania:

Trockenfrüchte Ananas Smooth Cayenne getrocknet
Besser als Gummibärchen
Ananas Smooth Cayenne getrocknet
7,71 EURO 4,54 EURO / 100 G

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