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Unsere ganz besondere Erdnuss

November 2020

Salzig, knackig und mit einer gehörigen Portion Öl geröstet – so schmecken die Erdnüsse, die wir kennen. Mit dem Geschmack einer rohen Erdnuss hat das allerdings nicht mehr viel zu tun. Da uns immer wieder Fragen zum besonderen Geschmack unserer Erdnüsse erreichen, möchten wir hier ein paar Geheimnisse der Erdnuss und unseres Geschmackssinns lüften.
Zunächst einmal: Wir verstehen die Unsicherheit gut, wenn du eine Nuss zwischen den Zähnen hast, die anders schmeckt als gewohnt. Wichtig ist hier zu wissen: Nicht jede Nuss, die ungewohnt schmeckt, ist ranzig oder verdorben, denn ranzige Nüsse schmecken bitter und scharf. Wie aber schmeckt denn nun eine echte Erdnuss?

Der wahre Geschmack der Erdnuss


Erdnüsse gehören botanisch betrachtet zu den Hülsenfrüchten. Als Samenkerne einer Bohnenart wachsen die Schoten an den Wurzeln der strauchigen Pflanze. Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten können Erdnüsse nach der Trocknung auch roh verzehrt werden. Nur selten kommen sie jedoch naturbelassen und ungeröstet in den Handel. Selbst die Erdnüsse, die wir in der Schale kaufen, werden nach der Ernte ungeschält mit Heißluft erhitzt, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen und sie schneller in den Handel zu bringen.
 
Unverarbeitete Erdnüsse dagegen schmecken bohnig und leicht scharf im Abgang. Wer schon mal ungekochte, eingeweichte Hülsenfrüchte probiert hat, kennt diese Art von Schärfe. Gewisse Proteinverbindungen und sekundäre Pflanzenstoffe machen diese Nuancen auf unserer Zunge aus. Nach dem Rösten bleibt ein leicht bohniger Geschmack zurück, die Schärfe wird allerdings milder.

Was unser Geschmack für die Erdnuss hält

 
Unsere Geschmacksknospen und unsere Sinnesverarbeitung im Gehirn kennen dagegen den Geschmack gerösteter Erdnüsse, die in den südlichen Regionen der USA angebaut werden, da diese dominant auf dem europäischen Markt vertreten sind. Diese Sorten unterscheiden sich von denen, die in China oder Norddeutschland wachsen. Deutschland? Ja, auch im alten Land bei Hamburg werden Erdnüsse angebaut und kultiviert!
 
Genauso wie unsere Mandeln der Sorte Hassan al Assad prägnanter schmecken als die kalifornischen, süßlichen Mandeln, schmecken auch unsere Erdnüsse aus der Fairtrade-Kooperative in Shandong intensiver und weniger süß als ihre amerikanischen Verwandten. Daran muss sich unser Geschmack erst “gewöhnen”.

Wie unser Geschmack sich „bildet“


Unser Geschmacksspektrum bildet sich nämlich abhängig davon, mit welchen Lebensmitteln wir als Kinder ernährt werden und uns später selbst ernähren. Gewohntes mundet uns gut – ungewohntes stößt zunächst auf Ablehnung. Geschmäcker, die wir bewusst lernen möchten, wie zum Beispiel die Bitternoten von frischem Espresso, müssen wir sieben- bis zehn Mal kosten, bis wir entscheiden können, ob uns etwas schmeckt oder nicht. Viele Menschen bleiben deshalb bei den Gewohnheiten, die sie von klein auf kennen.
 
Bei Erdnüssen sind das für die meisten von uns solche, die zur Adventszeit im Nikolausstiefel stecken: in der Schale geröstete Erdnussschoten aus den USA mit großen Kernen, die mild und süßlich schmecken. Oder es sind gesalzene und mit Öl geröstete Erdnüsse, die als günstiger Snack Kino- und Kneipenabende begleiten. Diese Nüsse sollen vor allem Lust auf mehr machen – mit viel Fett, viel Salz und viel Umami.

Warum fair besser schmeckt

 
Auf die Wertschöpfungskette, fairen Handel und ernährungsphysiologisch hochwertige Verarbeitung wird bei diesen Nüssen meist wenig Wert gelegt. Der Salzgehalt ist hoch und überlagert den Geschmack der Erdnuss. Unser Kauerlebnis ist salzig und knackig, mehr nicht.

Im Vergleich erleben wir eine weitgehend naturbelassene Nuss natürlich zuerst einmal als fremd und ungewohnt im Geschmack. Vergleichbar ist dieses Erleben mit dem von Kindern, die zum ersten Mal Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren anstelle eines fertigen „Erdbeerjoghurts“ aus dem Kühlregal probieren: Er schmeckt ihnen zu wenig süß und intensiv – tatsächlich fehlen ihnen Zucker und Aromastoffe.

Für mehr Natur auf unserem Teller!


Ob Nuss oder Joghurt – viele Beispiele zeigen, wie sehr unsere Sinne an dem hängen, was wir gut kennen und gewohnt sind. Leider hat die Nahrungsmittelindustrie unser Empfinden durch Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel so sehr verfälscht, dass wir den naturbelassenen Geschmack von unverarbeiteten Lebensmitteln häufig nicht mehr kennen.
 
Deshalb plädieren wir für wieder mehr natürliche Lebensmittel auf unseren Tellern und unverfälschte Geschmackserlebnisse – auch wenn das manche Zungen erst einmal irritiert. In diesem Sinne: Probiert unsere naturbelassenen Sorten (siehe unten) unbedingt auch mal in pur!
Erdnüsse Naturbelassen
Die Nuss für alle Fälle
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99,90 EURO 9,99 EURO / KG

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Cashewkerne Naturbelassen
Iss dich glücklich
Naturbelassen
8,45 EURO 29,65 EURO / KG

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Cashewbruch Naturbelassen
Geteiltes Glück
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10,90 EURO 21,80 EURO / KG

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Mandeln Naturbelassen
Mild-knackige Wunderkerne
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Macadamia Naturbelassen
Königin der Nüsse
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9,90 EURO 66,00 EURO / KG

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Paranüsse Naturbelassen
Regenwald-Retterin
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149,90 EURO 29,98 EURO / KG

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